Chronologie von Gelnhausen

Chronologie von Gelnhausen

Chronik Gelnhausens
zusammengestellt von Volprecht Kalbfleisch unter Mitwirkung von weiteren Vorstandsmitgliedern des Geschichtsvereins Gelnhausen e.V.
(Stand 2011)

2011

Verkauf der “Housing Area” an Investor Albrecht Krebs, Hanau, zur Entwicklung als “Coleman Park”.

2011

2009

Erwerb der “Housing Area” durch die Stadt.
Sitz des Nationalen Referenzzentrums für genetische Untersuchungen bei Luchs und Wolf (Senckenberg / Cassebeer-Gesellschaft).

2009

2008

Erwerb der “Weißen Villa” durch Volker Hohmann und Beginn der Renovierung.

2008

2007

Am 03.01.2007 wird festgestellt, dass der geographische Mittelpunkt der EU in Meerholz liegt.

2007

2004

  • Das Haus “Living Room” Kuhgasse 15 wird auf der Architekturbiennale in Venedig gezeigt.
  • “Simplicius” von Volker Hess wird aufgestellt.
  • Das Barbarossabad wird eröffnet.
2004

2003

Der Obermarktbrunnen (Entwurf von Achim Gogler) wird errichtet.

2003

2002

Eröffnung des Technologie- und Dienstleistungszentrums in der ehemaligen Kaserne.

2002

1999

“Angesichts Elisabeth Strupp” wird vor der Marienkirche aufgestellt.

01.12.1999
Gründung der Stiftung Marienkirche.

1999

1996

  • Umbau des Obermarkts.
  • Hessentag in Gelnhausen.
  • “Wir sitzen alle in einem Boot” von Claus Bury wird aufgestellt (beseitigt 2009 wegen Schäden)
1996

1990

Die amerikanische Garnison räumt das Kasernengelände.

1990

1989

Eröffnung des neuen Standorts des Heimatmuseums in der Augustaschule.

1989

1987 - 1999

bis 1999 umfassende Erneuerung der Marienkirche.

1987 - 1999

1986

  • “Die Rufende” von Eva Gesine Wegener wird am Hexenturm errichtet.
  • Die ehemalige Synagoge wird städtische kulturelle Begegnungsstätte.
    Davor wird die “geöffnete Tür” von Dina Kunze aufgestellt.
1986

1985

Der Hexenturm wird zugänglich gemacht.

1985

1983

Die Bastei, letzter Teil der Stadtbefestigung Röther Tor, wird abgebrochen.

1983

1980

Besuch von Bundespräsident Carstens.

1980

1978

Namenszusatz “Barbarossastadt” Gelnhausen.

1978

1977

Städtepartnerschaft mit Marling.

1977

1974

  • Gebietsreform: Höchst und Meerholz zu Gelnhausen.
    Gelnhausen verliert den Status der Kreisstadt zugunsten Hanaus als Sitz des Main-Kinzig-Kreises.
  • Abbruch der Villa Witu / des Kurhauses zugunsten eines Schwesternwohnhochhauses.
1974

1973

Eröffnung des Hallenbads.

1973

1971

Gebietsreform: Hailer wird eingemeindet.

1971

1970

  • Umbau des Untermarktes.
  • Gebietsreform: Hailer, Haitz, Roth zu Gelnhausen
  • 800-Jahr-Feier
1970

1969

Durchgreifende Erneuerung des Rathauses.

1969

1961

Städtepartnerschaft mit Clamecy.

1961

1959

Das Grimmelshausen-Gymnasium erhält einen Neubau.

1959

1956

Die Philipp-Reis-Schule erhält einen Neubau.

1956

1955

Einstellung der Freigerichter Kleinbahn.

1955

1951

  • Die Kreisberufsschule erhält einen Neubau
  • Einstellung der Kleinbahn nach Bieber.
1951

1950

Vergebliche Bemühungen zur Wiedererweckung des Solebads.

1950

1949

  • Das Burckhardthaus eröffnet in Gelnhausen.
  • Das Gelnhäuser Tageblatt erscheint wieder.
1949

1948

  • Währungsreform
  • Erster Schelmenmarkt
1948

1947

Erster Abiturjahrgang an der Oberschule.

1947

1946

Kommunalwahl: Julius Frey wird erster frei gewählter Bürgermeister.

1946

1945

  • 30.3. (Karfreitag): Einnahme der Stadt durch amerikanische Truppen nach dreitägigem Artilleriebeschuss, der Schäden an ca. 200 Gebäuden verursacht.
  • Gelnhausen gehört zum Bundesland Hessen in der Bundesrepublik Deutschland.
1945

1939

Am 7.6. Flugzeugabsturz am Platz. Die Bombenladung verursacht schwere Schäden und mehrere Tote.

1939

1938

  • Weihe der Peterskirche als katholische Gemeindekirche.
  • Im Juli erwirbt ein arischer Kaufmann die Synagoge.
  • Am 1.11. meldet die “Kinzigwacht”, das Organ der NSDAP, Gelnhausen als “judenfrei”.
1938

1937

Die Realschule wird als “Oberschule für Jungen” in der Augustaschule eingerichtet. (Auch Mädchen werden zugelassen.)

1937

1936

Errichtung der Kaserne. Gelnhausen wird Garnisonstadt.

1936

1935

Der Kurpark wird an den Landkreis verkauft, der dort das Kreiskrankenhaus errichtet.

1935

1926

Villa Witu wird Kurhaus.

1926

1919

31.10. brennt die Kees’sche Mühle ab.

1919

1915

Anerkennung der Realschule als 6-klassige höhere Lehranstalt.

1915

1909

Einrichtung einer städtischen Realschule.

1909

1907

  • Umgestaltung des Schöfferparks zum Kurpark.
  • Die Kreisverwaltung bezieht das neu errichtete Landratsamt in der Barbarossastraße (bisher in der              Stadtschreiberei).
1907

1906

Besuch von Kaiser Wilhelm II.

1906

1905

Letzte von der Stadt bestimmte Weinlesetermine.

1905

1904

Betriebseröffung der Freigerichter Kleinbahn.

1904

1902

  • Kurpark, Kurhaus und Solequellen entstehen.
  • Aufnahme des Badebetriebs im neuen Badehaus.
1902

1901

  • Eröffnung der ersten städtischen Badeanstalt.
  • Veröffentlichung des Werks von Ludwig Bickell “Die Bau- und Kunstdenkmäler im Regierungsbezirk Cassel Bd. 1 Gelnhausen”.
  • Gründung der “Gesellschaft zur Bohrung nach heilkräftigen Quellen”.
  • Inbetriebnahme E-Werk: Betrieb mit Dampfmaschinen.
1901

1899

Anlage des Friedhofs östlich der Stadt.

1899

1898

Erstes Krankenhaus in der Holzgasse.

1898

1895

  • Eingemeindung der Gemeinde Burg Gelnhausen.
  • Eröffnung der Kleinbahn nach Bieber.
1895

1892

  • Augustaschule als städtische Mittelschule wird errichtet.
  • Das Krankenhaus in der Holzgasse wird errichtet (heute Kreisruheheim).
1892

1891

  • Die “Elektrische Fabrik” brennt ab.
  • Bau der “landwirtschaftlichen Winterschule” Kirchgasse 2.
1891

1888

Ludwig Wilhelm Schöffer errichtet eine Glühlampenfabrik (“Electrische Fabrik”) auf dem Gelände der heutigen Gummifabrik Horst.

1888

1883

  • 26.1. Karl Heinz Hill geboren (+1961), Gelnhäuser Heimatdichter und Maler.
  • Konrad Heinrich Schöffer errichtet das Bergschlösschen “Dorotheenhöhe”.
  • Heutiges Bahnhofsgebäude wird eröffnet.
1883

1881

(Wieder-) entdeckung des Romanischen Hauses durch Ludwig Bickell und Freilegung.

1881

1877

Umfassende Renovierung der Marienkirche. Dabei wird der “krumme Thurm” durch einen geraden Turmhelm ersetzt.

1877

1875

Im Schöfferpark entsteht die Villa Witu, später Kurhaus.

1875

1874

Am 14.1. stirbt Philipp Reis.

1874

1872

Errichtung der “Kinderbewahr,  und – beschäftigungsanstalt” am Obermarkt durch die Familien Schöffer und Becker.

1872

1869

  • Errichtung einer Gummiwarenfabrik
  • 1871-1945 Deutsches Reich
1869

1868

  • An der Heimatgeschichte interessierte Gelnhäuser bilden einen Verein, der sich zum Geschichtsverein Gelnhausen entwickelt.
  • Ludwig Wilhelm Schöffer (* 31.3.1831, + 17.9.1904) erwirbt das Gelände der heutigen Main-Kinzig- Kliniken und lässt den Schöfferpark gestalten.
1868

1867

1.5. Gelnhausen erhält Bahnanschluss.
Kleines Gebäude westlich des heutigen Empfangsgebäudes dient bis 1883 als Bahnhof.

1867

1866

  • Kurhessen-Cassel (und damit Gelnhausen) wird preußisch (Provinz Hessen-Nassau).
  • Erste Industrieansiedlung.
1866

1865

  • Bei Bauarbeiten für die Eisenbahn tritt eine Solequelle aus.
  • Konsul Konrad Heinrich Schöffer (* 10.10.1815, + 13.8.1878) vollendet Villa zum goldenen Fuß (Weiße Villa).
1865

1850

stirbt der Universalgelehrte Johann Heinrich Cassebeer (*1784), Apotheker und         Naturforscher und (nach 1815) zeitweise ehrenamtlicher Bürgermeister.

1850

1844

9.4. stirbt der letzte “Schelm von Bergen”, Christian Ernst.

1844

1839

Einweihung der katholischen Johanneskirche (Umbau einer Scheune im Deutschordenshof Holzgasse)

1839

1838

  • Die Bürgerschule am Obermarkt wird eröffnet.
  • Die Ost-West-Durchgangsstraße (des Reiches Straße) wird aus der Altstadt an deren südlichen Rand auf die neue Trasse (heute Barbarossastraße/Berliner Straße/ Frankfurter Straße) verlegt.
    Dafür werden Burgtor und Teile der Stadtmauer beseitigt.
  • Das Gelnhausen-Märchen “Gockel, Hinkel und Gackeleia” von Clemens Brentano wird veröffentlicht.
1838

1837

Neugründung einer katholischen Kirchengemeinde.

1837

1836

Gründung einer öffentlichen jüdischen Religionsschule.

1836

1834

  • 7.1. Philipp Reis geboren; gestorben in Friedrichsdorf am 14.1.1874
  • Umfassende Renovierung der barocken Synagoge.
  • Abbruch des Röther Tors.
1834

1833

Kurhessen-Cassel gewährt durch Gesetz Juden das volle Bürgerrecht.

1833

1830

Einrichtung einer Tabakfabrik in der Peterskirche.

1830

1825

  • Abbruch der Michaelskapelle (13. Jh.) und des Heiligen Grabes (gestiftet 1490) zur Verbreiterung der Durchgangsstraße nördlich der Marienkirche.
  • Durchbruch am Haitzer Tor.
1825

1821

Gelnhausen wird Kreisstadt (bis 1974) Erstes Landratsamt in der “Stadtschreiberei”.

1821

1816

Anlage des “Alten” Friedhofs südlich der Altstadt.

1816

1815

Gelnhausen gehört zu Kurhessen (Hessen-Cassel) im Deutschen Bund.

Gelnhausen wird erneut dem Kurfürstentum Hessen-Cassel. angeschlossen

1815

1813

Gelnhausen gehört zum Fürstentum Hanau im Kurfürstentum Hessen.

Rückzug der Grand Armee.

1813

1812

Durchzug napoleonischer Truppen nach Osten.

1812

1810

Gelnhausen an neues Großhzgt. Ffm. (EB Dalberg, MZ), das 1815 nach Wiener Kongreß endet.

1810

1806

  • Mit dem Fürstentum Hanau steht Gelnhausen unter französischer Militärverwaltung (im Rheinbund),
  • Letzter Grabstein an der Marienkirche.
1806

1804

G. an französisches Departement Hanau.

1804

1803

Reichsdeputationshauptschluß. Damit Ende des HRR und der Reichsunmittelbarkeit; Gelnhausen verliert den Status als Reichsstadt und gehört zum Fürstentum Hanau im Kurfürstentum Hessen.

1803

1800

Letzte Beisetzung in der Marienkirche.

1800

1736

  • Barocker Umbau der Synagoge.
  • (1756-63 Siebenjähriger Krieg)
  • Hanauer Pfandherrschaft geht an den Landgrafen von Hessen-Cassel; 2. Teil 1746.
  • 15.8. Brand des Rathauses am Obermarkt und u.a. des Dachstuhls des „Brauhauses“.
1736

1634

  • Zerstörung und Massaker im dreißigjährigen Krieg durch Kroaten und Schweden
  • 1649 Königin Christine von Schweden verbietet Hexenverfolgungen
  • 1702 VO des Landgraf Karl von Hessen bremst Hexenverfolgungen
1634

1622

(ca.) Johann Jakob Christoffel von Grimmelshausen geboren; gestorben 17.8.1676

1622

1599

  • Hinrichtung Elisabeth Strupp
  • (1618-1648 30j. Krieg)
1599

1574

  • Erster Beleg über Hexenverbrennung in Gelnhausen
  • (1582 Gregorianischer Kalender)
1574

1543

Reformation in Gelnhausen.

1543

1535

Bau des Halbmonds

1535

1533

Datierung des Hauses Symeren (s. 1305)

1533

1512

  • Kaiser Maximilian I. in G. (letzter Besuch eines Kaisers – bis 1906)
  • 1532 Constitutio Criminalis Carolina auf dem Regensburger Reichstag beschlossen.
1512

1502

30.6. Kurfürstentag im Fürstenhof

1502

1500

(kurz vor Jahrhundertwende) Altäre der Marienkirche

1500

1478

  • Fertigstellung des Hexenturms
  • 1489 „Hexenhammer = Malleus Maleficarum“ der Inquisition
1478

1467

(ca.) Bau der Prozessionskapelle an der Marienkirche

1467

1447

  • Baubeginn des Hexenturms
  • ca. 1450 Gutenberg-Buchdruck
1447

1446

(ca.) Erhöhung der Seitenschiffe der Marienkirche und Verlängerung; Anbau der Sakristei.

1446

1435

Pfandherrschaft geht an den Pfalzgrafen bei Rhein und an den Grafen von Hanau

1435

1395

Pest: erhebliche Bevölkerungsverluste

1395

1372

Bürgermeister steht Rat vor

1372

1349

  • Karl IV. verpfändet Stadt und Pfalz an Graf Günther von Schwarzburg
  • Judenpogrom in Gelnhausen
1349

1346

Vorstadt Ziegelhaus erstmals erwähnt

1346

1340

(ca.) Bau des Fachwerkhauses Kuhgasse 1

1340

1330

  • (ca.) Zweiter Stadtmauerring und etliche Türme
  • Zustimmung des Königs Ludwig der Bayer zum Bau eines Kaufhauses am Obermarkt
1330

1313

Stiftung des Zisterzienserklosters Himmelau durch Siegfried von Gelnhausen, Bischof von Chur

1313

1305

Erwähnung des Hauses Symeren (s. 1533) und des Untermarktes

1305

1303

Erwähnung des Rathauses der Gemeinde Burg

1303

1259

erstmals Ratsleute genannt

1259

1254

erstmals Ratsleute genannt

1254

1248

Erster Beleg des Stadtsiegels

1248

1245

(ca.) Fertigstellung der Marienkirche (Weiterbau an den Türmen bis ca. 1280), dto. Lettner

1245

1241

Im Reichssteuerverzeichnis steht Gelnhausen mit Hagenau und Basel an 2. Stelle hinter Frankfurt am Main

1241

1240

erstmals Schöffen (scabini) genannt

1240

1238

Weiterbau der Peterskirche wird durch Papst Gregor IX. untersagt

1238

1226

  • Reichsstädte der Wetterau bilden Städtebund; vom Kaiser alsbald unterbunden.
  • 1231 Inquisition durch Papst Gregor IX. eingeführt
1226

1225

(ca.) Heinrich Vingerhut übernimmt den Weiterbau der Marienkirche

1225

1220

  • (ca.) Erster Stadtmauerring
  • Weiteres Marktrecht durch Friedrich II. verliehen (Verlegung des Köbeler Marktes)
1220

1200

(ca.) Baubeginn der Peterskirche

1200

1190

Tod Friedrichs I. Barbarossa

1190

1180

  • April bedeutender Reichstag mit „Gelnhäuser Urkunde“
  • (ca.) Errichtung des Romanischen Hauses
1180

1170

  • 25. Juli Stadtgründungsurkunde
  • (ca.) Baubeginn der Marienkirche durch Westturm an vorh. Kirche, später Schiffe und Querhaus
1170

1158

Erwähnung, daß Erzbischof Arnold von Mainz eine Burg Gelnhausen erworben hat.

1158

1155

Kaiserkrönung Friedrichs I. Barbarossa

1155

1152

Wahl Friedrichs I. Barbarossa zum König

1152

1122

(ca.) Geburt Friedrichs I. Barbarossa

1122

1120

(ca.) Godobertuskapelle errichtet; dto. erste einschiffige Kirche an der Stelle der Marienkirche

1120

1108

Graf Dietmar von Gelnhausen stiftet Kloster Selbold; Patronatsrecht des Klosters an Gelnhausen.

1108
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